Bei Schreib-, Lese- oder Rechenproblemen zielorientiert helfen

Januar 11th, 2012

Bei Schreib-, Lese- oder Rechenproblemen zielorientiert helfen

Neben viel Aufklärung und Erklärung ist es auch notwendig, immer wieder die besondere Relevanz der Pädagogen bei Schreib-, Lese- oder Rechenproblemen hervorzuheben, damit betroffene Kinder nicht von einer Therapie zur nächsten gebracht werden und darüber hinaus nicht selten auf die immer notwendige Hilfe auf pädagogisch-didaktischer Ebene einfach “vergessen” wird.

In Österreich und noch mehr in Deutschland wird bedauerlicherweise keine klare Abgrenzung bei Berufsbezeichnungen, welche auf pädagogisch-didaktischer Ebene, und bei jenen, die im Gesundheitsbereich angesiedelt sind, gezogen. Die daraus erfolgende Pathologisierung der gesamten Problematik bringt nicht selten eine komplette Verwirrung bei den Eltern von Kindern, die Schreib-, Lese- oder Rechenprobleme haben, mit sich. So bezeichnen sich nicht selten auch Personen, welche auf pädagogisch-didaktischer Ebene fördern, als “Therapeuten”, was in Deutschland keine rechtlichen Folgen hat. In Österreich wurde dies durch das Gesundheitsministerium ausdrücklich untersagt. Hilfesuchenden sollte schon durch die Berufsbezeichnung klar sein, welche Hilfe erfolgt. Ein Therapeut lehrt nicht, sondern versucht zu heilen. Warum sich manche Pädagogen als Therapeuten bezeichnen, ist wirklich fraglich, denn jeder gute Pädagoge sollte eigentlich stolz auf seine Tätigkeit sein. Auch ist es eine Tatsache, dass Eltern einer “therapeutischen” Hilfe sehr skeptisch gegenüberstehen, was auch verständlich ist, denn wenn man zu einem Therapeuten geht, so ist dies auch ein starker Hinweis, dass eine Krankheit vorliegt.

In erster Linie muss immer versucht werden, Schreib-, Lese- oder Rechenprobleme auf pädagogisch-didaktischer Ebene zu lösen, was auch in den meisten Fällen Erfolg bringt. Tatsächlich ist eine Legasthenie oder Dyskalkulie auch in der Erstausprägung keine Störung, Krankheit oder Behinderung. Therapeutische Interventionen setzen aber ein Krankheitsbild voraus. Lediglich durch das Nichterkennen oder durch unterlassene Hilfeleistung kann es zu psychischen Sekundärproblemen kommen. Grundsätzlich sollte Betroffenen, ohne Wenn und Aber, zielorientiert geholfen werden.

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Relevanz des Sinneswahrnehmungstrainings bei Rechenproblemen ist wissenschaftlich nachgewiesen

August 20th, 2011

Dr. Joe Hardy berichtete Anfang August 2011 in der Zeitschrift Neuropsychological Rehabilitation über eine Studie an der Stanford Universität in Kalifornien, durchgeführt von Dr. Shelli Kesler und ihrem Team, bezüglich der Wirksamkeit eines Sinneswahrnehmungstrainings mit dem Lumosity MathTutor, wenn es bei Menschen zu Rechenproblemen kommt.

Trainierte Kinder reagieren schneller, sind flexibler und aufmerksamer, was sich auf die Rechenleistungen sehr positiv auswirkt.
Dies ist ein weiterer Nachweis dafür, wie wichtig und notwendig es ist, bei Kindern mit Rechenproblemen nicht nur an der Symptomatik zu arbeiten, sondern diese grundsätzlich dazu anzuhalten, beim Rechnen ihre Sinne bewusster einzusetzen.
Aufgrund der komplexen Verknüpfung verschiedener Sinnesfunktionen im Gehirn ist die Wahrnehmung als bewusster Vorgang möglich, denn das Gehirn übersetzt Sinneseindrücke. Dieser Vorgang muss bei manchen Menschen verstärkend beeinflusst werden, dann können Rechenprobleme erfolgreich vermieden werden.

http://www.sciencemag.org/content/333/6043/718.abstract

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Unnötige und beschwerliche Testreihen könnten Kindern erspart bleiben

Dezember 12th, 2010

Legasthenie ist in erster Linie keine Schwäche, Störung, Krankheit oder Behinderung, sondern eine besondere Informationsverarbeitung, bedingt durch differente Sinneswahrnehmungen, die beim Schreiben oder Lesen zu Problemen führen können. Mit dieser besonderen Informationsverarbeitung ist eine besondere Lernfähigkeit verbunden, welche an die pädagogisch-didaktische Ebene hohe Anforderungen stellt. Schreib- und Leseprobleme können aber auch durch physische und auch durch psychische Auffälligkeiten verursacht oder verstärkt werden. Erst dann sind Ärzte, Psychologen oder andere Gesundheitsberufe miteinzubeziehen, damit eine umfassende Hilfe geleistet werden kann.

Vielen LehrerInnen ist es nicht bewusst, dass es sich bei Schreib- und Leseproblemen in den meisten Fällen um keine körperliche/physische oder seelische/psychische Störung handelt. Dieses Missverständnis hat zur Folge, dass Betroffene zumeist zuallererst an Ärzte, Psychologen etc. verwiesen werden.
Daher sollten Eltern – wenn beim Kind keinerlei psychische oder physische Sekundärfolgen zu bemerken sind – bei Schulverantwortlichen stets rückfragen, ob ein pädagogisches Gutachten, welches anhand einer pädagogischen Förderdiagnostik erstellt und von einem Pädagogen durchgeführt worden ist, für ein Verständnis und eine Rücksichtnahme ausreicht.

Vielen Kindern mit Schreib- und Leseproblemen, die lediglich auf pädagogisch-didaktischer Ebene Hilfe benötigen, würde eine letztendlich unnötige und beschwerliche Testreihe erspart bleiben.

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Schreib-, Lese- oder Rechenprobleme: Wie man es Kindern erklärt

Oktober 17th, 2010


Hast Du Dich auch schon öfter irgendwie hilflos gefühlt oder ungerecht behandelt, wenn Dir von Erwachsenen geraten wurde, dass Du Dich beim Schreiben, Lesen oder Rechnen mehr bemühen oder vielleicht auch besser konzentrieren solltest?

Möglicherweise wurde Dir auch schon unterstellt, dass Du nur dann beim Schreiben, Lesen oder Rechnen was leistest, wenn Dir danach ist, also wenn Du auch willst, dann könntest Du es eh. Dabei bemühst Du Dich aber eigentlich ganz ehrlich jedes Mal, dein Bestes zu geben. Leider funktioniert es aber nicht immer so, wie Du es Dir selbst wünschen würdest.

Vielleicht wurde es für Dich auch noch unangenehmer, denn man hat Dir gegenüber auch schon erwähnt, dass Du möglicherweise schwach, gestört, krank oder gar behindert bist, oder man hat Dich als unkonzentriert und hyperaktiv bezeichnet, nur weil Du z.B. beim Abschreiben langsamer bist oder beim Vorlesen mehr Fehler machst oder im Rechenunterricht länger als Deine Klassenkameraden brauchst, um zum richtigen Ergebnis zu kommen, oder weil Du manchmal nicht stillsitzen kannst.

Wenn Du nun das Gefühl hast, dass Dir dies oder Ähnliches schon öfter passiert ist, dann könntest Du ein legasthener oder dyskalkuler Mensch sein.
Von Legasthenie spricht man, wenn Kinder, so wie Du, bei sonst recht guter Intelligenz beim Erlernen des Schreibens und/oder des Lesens Probleme haben, von Dyskalkulie spricht man, wenn Probleme beim Rechnen auftreten.

Vorweg sei aber gesagt: Legasthene/dyskalkule Menschen sind weder lernschwach noch lerngestört, sondern sie haben lediglich eine andere Informationsverarbeitung, bedingt durch ihre besonderen Sinneswahrnehmungen und eine damit verbundene andere Lernfähigkeit.

Verursacht werden deine Probleme durch differente Sinneswahrnehmungen, die sich im Zusammenhang mit Buchstaben- oder Zahlensymbolen, also beim Schreiben, Lesen und Rechnen, bemerkbar machen. Deine Sinneswahrnehmungen, wie z.B. das Sehen oder Hören, müssen gut funktionieren, damit Du auch das Schreiben, Lesen und Rechnen erlernen kannst. Vielleicht hast Du schon selbst beobachtet, dass beim Schreiben, Lesen und Rechnen deine Aufmerksamkeit zeitweise fehlt. Deine Gedanken machen einfach nicht, was Du möchtest, sie gehen bei der Tätigkeit des Schreibens, Lesens oder Rechnens einfach weg, und es macht Dir große Mühe, diese wieder zur Sache zu bringen. Dabei entstehen Fehler, die, wenn Du sie im Nachhinein betrachtest, auch für Dich unverständlich sind, weil Du eigentlich genau weißt, wie man richtig schreibt, liest oder rechnet.

Diese Fehler bezeichnet man als
Wahrnehmungsfehler. Sie entstehen, weil Deine Gedanken, bedingt dadurch, dass Du nicht ausreichend hingesehen oder hingehört hast, wieder irgendwo waren. Menschen, die nicht verstehen, was für ein Problem Du hast, bezeichnen diese Fehler als Schlampigkeitsfehler oder schlimmer noch: Sie glauben, dass Du schlicht zu dumm bist.

Die Tatsache ist aber, dass Du lediglich zum Zeitpunkt, wenn Du den Fehler macht, diesen nicht wahrnimmst, obwohl Du meistens weißt, wie z.B. das Wort richtig geschrieben wird.
Um es noch einmal zusammenfassend zu erklären: Durch differente Sinneswahrnehmungen kommt es zur zeitweisen Unaufmerksamkeit und deshalb zu Wahrnehmungsfehlern.
Beobachten Eltern oder Lehrer, dass ein Kind zeitweise beim Schreiben, Lesen und/oder Rechnen mit den Gedanken abschweift und nur schwer zur Arbeit wieder zurückfindet, in diesem Zustand Fehler macht, die es sonst nicht immer macht, so kann man davon ausgehen, dass es sich um ein legasthenes/dyskalkules Kind handelt.
Hast Du vielleicht schon selbst bemerkt, dass Du manchmal sehr gute Leistungen bringen kannst, ein anderes Mal sich wieder Fehler einschleichen? Bist Du sehr aufmerksam, dann kannst Du beim Schreiben, Lesen, Rechnen oft erstaunliche, aber leider nie konstante Leistungen erbringen.

Um es noch einmal zu betonen, die Legasthenie/Dyskalkulie ist in der Grundausprägung keine Schwäche, Störung, Krankheit oder gar Behinderung. Mehr als 15% der Weltbevölkerung haben diese besonderen Sinneswahrnehmungen. Sie brauchen lediglich eine besondere Unterrichtsform beim Erlernen des Schreibens, Lesens und/oder Rechnens.
Anders ist es bei der Lese-Rechtschreibschwäche oder auch bei der Rechenschwäche. Die LRS und Rechenschwäche werden durch verschiedene Ereignisse, die sich im Leben ereignen können, wie eine Krankheit, familiäre Vorkommnisse, psychische Ursachen etc., hervorgerufen, sie sind also erworben. Diese Schreib-, Lese- oder Rechenprobleme können vorübergehend sein und alleine durch vermehrtes Üben am Symptom, also durch mehr Schreiben, Lesen oder Rechnen, zumeist behoben werden. Leider erzielt man damit, also mit der Übung am Symptom bzw. an den Fehlern alleine, bei legasthenen/dyskalkulen Kindern keine oder nur geringe Erfolge. Wenn Du eine Legasthenie oder Dyskalkulie hast, dann muss die Hilfe oder Förderung wesentlich umfangreicher sein. Natürlich kommst Du nicht beim Schreiben-, Lesen- und/oder Rechnenüben vorbei. Vorrangig ist aber, dass man Dir hilft, die Gedanken bei der Sache zu halten – das kannst Du übrigens, wie Du sicherlich schon bemerkt hast, bei anderen Tätigkeiten bestens, wie z.B. im Umgang mit dem Computer etc. Weiters ist es für einen dauerhaften Erfolg von großer Wichtigkeit, dass auch die Sinneswahrnehmungen trainiert werden, Du musst lernen, genau hinzusehen und genau hinzuhören. Werden diese Anregungen beachtet, so kannst auch Du das Lesen, Schreiben und Rechnen erlernen.

Es gibt in Österreich, Deutschland und schon auf der ganzen Welt Legasthenie- und Dyskalkuliespezialisten, die vom Ersten Österreichischen Dachverband Legasthenie ausgebildet worden sind. Diese Legasthenie- und DyskalkulietrainerInnen stellen gezielt fest, welche individuelle Hilfe Du benötigst, und sie arbeiten mit Dir auf pädagogisch-didaktischer Ebene.

Vielen Kindern haben diese TrainerInnen schon erfolgreich geholfen. Wichtig sind aber Dein ehrlicher Wille, Dich zu verbessern, und Deine aktive Mithilfe bei der Förderung!

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Eltern sind der Fels in der Brandung

September 3rd, 2009

Nur wenn legasthene oder dyskalkule Kinder im Elternhaus eine massive Unterstützung erfahren, können sie den Schulalltag meistern.

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Hat man ein Kind mit Schreib-, Lese- oder Rechenproblemen, ist es so wichtig, ja nicht die Augen davor zu verschließen und als Elternteil wie ein Fels in der Brandung hinter dem Kind zu stehen, keine Mühen zu scheuen immer wieder zu erklären und auch eine individuelle Förderung zur Unterstützung des Kindes bereitzustellen, dann wird es auch nicht verzweifeln und seinen Weg machen. Wichtig ist nicht nur, dass diese Kinder den Schulalltag ohne bedeutenden Schaden meistern, denn einmal in der Arbeitswelt leisten legasthene Menschen nicht nur großartige Dinge, sondern bringen auch Verständnis den unwissenden Mitmenschen entgegen und verzeihen ihnen viele Ungerechtigkeiten.
Geben Sie sich als Eltern nicht mit nebulosen Aussagen wie „Menschen die nicht schreiben, lesen oder rechnen können, sind halt blöd!“ zufrieden! Eine leider noch immer verbreitete Meinung. Erklären Sie geduldig, aber stetig auch den Lehrern Ihres Kindes die Hintergründe der Problematik und geben Sie aber den Lehrern das Gefühl, dass nicht sie alleine die Verantwortung für eine Verbesserung tragen. Erklären Sie, dass natürlich die Bestrebung vorhanden ist, die Leistungen stets zu verbessern. Am meisten fürchten die Lehrer natürlich, dass sich erklärte legasthene Schüler zurücklehnen und nichts mehr tun, als sich selbst zu bemitleiden. Es ist unbedingt notwendig, auch beim Kind das Verständnis dafür zu erlangen, dass es ohne Grundkenntnisse im Schreiben, Lesen oder Rechnen es sehr schwer in unserer heutigen Welt haben würde. Weshalb auch die Bemühungen von Seiten der Eltern, Spezialisten oder auch der Lehrer nicht ausreichen, sondern es auch wichtig ist, dass der Betroffene freiwillig Verbesserungen anstrebt. Spezialisten, die auf pädagogisch-didaktischer Ebene helfen, können in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten großartige Erfolge erzielen!
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Andere Lernfähigkeit

Mai 12th, 2009

Legasthene und dyskalkule Menschen haben eine andere Lernfähigkeit und Informationsverarbeitung!

Das Thema wurde schon oft angesprochen, doch man kann es wohl nicht oft genug wiederholen, weil es für die Betroffenen von so großer Relevanz ist!

7373996Diplomierte Legasthenietrainer und diplomierte Dyskalkulietrainer arbeiten auf pädagogisch-didaktischer Ebene. Gegen die Verwendung des Wortes “Therapeut” im Zusammenhang mit einer pädagogisch-didaktischen Hilfe durch Pädagogen bei Schreib-, Lese- und Rechenproblemen stellt sich nicht nur das österreichische Gesundheitsministerium sondern auch der Berufsverband der diplomierten Legasthenietrainer und diplomierten Dyskalkulietrainer, der Erste Österreichische Dachverband Legasthenie. Die Bezeichnung Therapeut ist in Österreich lediglich den Gesundheitsberufen vorbehalten und nicht für die Verwendung im pädagogisch-didaktischen Bereich gedacht. Unser Verband bemüht sich sehr, diese beiden Ebenen auseinanderzuhalten und betont immer wieder die Relevanz der Pädagogen und ihrer Arbeit und lehnt die komplette Pathologisierung der gesamten Problematik, wie sie vor allem durch die ICD-10 gerechtfertigt scheint, wo man Schreib-, Lese- und Rechenschwierigkeiten als Krankheit bezeichnet, ab. Diese Definition ist eine der Gesundheitsebene und lässt eine Feststellung und auch eine Intervention durch die pädagogische Ebene völlig außer Acht. Deshalb kann sie auch aus der Sicht der Pädagogen nur als eine völlig unzureichende Definition angesehen werden.
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„NORMALE“ UND LEGASTHENE WAHRNEHMUNG

Oktober 16th, 2008

Von Sophie Weise in einem Brief an mich:

In Ihrem Buch „Der legasthene Mensch“ habe ich vier Thesen gefunden, die ich spannend finde:

1. Legasthene Menschen haben eine andere Wahrnehmung,
2. Legasthene Menschen haben Schwierigkeiten mit Abstraktionen, die sie nicht begreifen können
3. Legasthene Mensche sind kreativ
4. Legasthene Menschen sind sehr sozial orientiert

Da ich Soziologin bin, möchte ich Ihnen hier ein paar soziologische Ergänzungen einbringen:

Soziologie

Lesen, Schreiben und Rechnen sind abstrakte Kulturtechniken, die in der Menschheitsgeschichte relativ neu sind. Read the rest of this entry »

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Eltern und Lehrer wehrt euch!

April 4th, 2008

Schluss damit, dass Kinder, die lediglich Schreib-, Lese- oder Rechenproblem haben als kranke Kinder bezeichnet und auch so behandelt werden. Die Zuständigkeit für die Feststellung und Förderung bei Schreib-, Lese- und Rechenproblem fällt in erster Linie in den pädagogischen Bereich!
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Der Einsatz von Legasthenietrainern liegt in den Händen der Schulverantwortlichen

Oktober 8th, 2007

Viele interessierte Pädagogen haben sich in den letzten zehn Jahren Zusatzwissen bezüglich Legasthenie, LRS und Dyskalkulie beim Ersten Österreichischen Dachverband Legasthenie erworben, damit sie innerhalb der Schule und auch im Rahmen eines außerschulischen Unterricht Betroffenen helfen können. Read the rest of this entry »

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Der ICD-10 oder wo das Unheil für viele legasthene/LRS/dyskalule Kinder beginnt…

Februar 13th, 2007

Der ICD10 ist eine internationale Klassifikation von Diagnosen für den medizinischen Bereich. Gemäß der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen wird zwischen der Lese-Rechtschreibstörung (F81.0), der isolierten Rechtschreibstörung (F81.1) und einer kombinierten Störung schulischer Fertigkeiten (F81.3) unterschieden. Read the rest of this entry »

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Bürgerinitiative – Schluss mit pathologisierendem Schubladdenken

Oktober 9th, 2006

Schule oder Krankenhaus?
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In das Berufsbild des diplomierten Legasthenietrainers gehört auch der Bereich Dyskalkulie

Oktober 6th, 2006

Auch die gezielte pädagogisch-didaktische Hilfe bei einer Dyskalkulie ist ein Schwerpunkt des Fernstudiums zum diplomierten Legasthenietrainer. Dies wird auch im Diplom festgehalten. Diese Spezialisten helfen dyskalkulen Kindern neben der Schulung in den Sinneswahrnehmungen und der Verbesserung der Aufmerksamkeit beim Rechenvorgang, vor allem auch beim gesicherten Erwerb der Zahlensymbole, erarbeiten den Zählprozess sowie Mengen und Grundrechenarten auf eine für Betroffene geeignete Weise. Die Arbeitsbereiche des diplomierten Legasthenietrainers überhaupt sind weitläufig, so arbeitet er mit legasthenen Kindern und Jugendlichen, auch mit Kindern und Jugendlichen, die unter einer erworbenen LRS leiden, mit Kindern und Jugendlichen, die eine Dyskalkulie oder Rechenschwäche aufweisen, mit Vorschulkindern, welche differente Sinneswahrnehmungen haben und mit Erwachsenen, welche Lese-, Schreib- oder Rechenprobleme zeigen. Read the rest of this entry »

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So entscheidend ist das Wissen des Grundschullehrers

Juni 19th, 2006

Welcher Tätigkeit später ein legasthener Mensch nachgeht, entscheidet sich zumeist noch vor dem fünften Schuljahr. Jedes Jahr um diese Zeit, wenn sich das Schuljahr dem Ende zuneigt, wird für zahlreiche legasthene Kinder wieder von Pädagogen entschieden werden, wie sich ihr weiteres Leben, nicht nur das Schulleben, gestalten wird. Read the rest of this entry »

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Menschen mit Schreib- oder Leseproblemen benötigen keine Therapeuten!

April 7th, 2006

Das Wort Therapeut im Zusammenhang mit pädagogischen Interventionen bei Legasthenie/LRS/Dyskalkulie ist abzulehnen!
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ErzieherInnen leisten wertvolle Hilfe bei der Unterstützung von Menschen mit Schreib-, Lese- und Rechenproblemen

Februar 14th, 2006

Die Berufsgruppe der ErzieherInnen leistet im außerschulischen Bereich einen immer größer werdenden Beitrag dazu, dass sich Menschen mit Schreib-, Lese- und Rechenproblemen besser im Schul- und später im Berufsleben zurechtfinden. Read the rest of this entry »

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Ein zentraler Punkt der AFS-Methode ist die Förderung der Motivation

Dezember 21st, 2005

Die AFS-Methode ist das Ergebnis qualitativer und quantitativer empirischer pädagogischer Forschung. Sie ist eine multisensorische Methode, deren Entwicklung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht worden ist. Read the rest of this entry »

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Verursachen Musiknoten eine zeitweise Unaufmerksamkeit bei mir?

November 16th, 2005

Frage:

Ich studiere Musik-Bratsche. Mir sagen meine Lehrer nach einem Vorspiel, dass ich sehr gute Momente hatte und kurz danach sehr schlechte, als ob zwei verschiedene Personen spielen würden. Kann das von meinen Aufmerksamkeitsschwankungen kommen?

Antwort:

Ja, zeitweise Aufmerksamkeitsschwankungen sind bei legasthenen Menschen zumeist mit Symbolen verbunden, dazu gehören nicht nur Buchstaben und Zahlen, sondern auch Musiknoten. Am besten Sie versuchen BEWUSST die Gedanken bei der Sache zu halten, wenn Sie spielen und diese sogleich wieder zu dieser zu bringen, wenn Sie merken, dass diese abgleiten. Was hier so einfach klingt, ist in der praktischen Umsetzung nicht einfach. Es erfordert Übung und noch einmal Übung. Betreibt man dies aber nachhaltig, so merkt man bald, dass es besser und immer besser gelingt. Wichtig ist, dass man nicht aufgibt, wenn es nicht gleich funktioniert. Es ist ein ähnlicher Vorgang, wenn man das Schwimmen erlernt. Man muss auch unzählige Male versuchen über Wasser zu bleiben. Ich wünsche Ihnen bei den Versuchen viel Geduld und Ausdauer.

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Welche Leselernmethode hilft?

Oktober 22nd, 2005

Folgende Email erhielt ich:
Noch immer bin ich auf der Suche nach einer geeigneten Leselernmethode für meinen legasthenen Sohn. Wir haben schon so viel ausprobiert, aber es will einfach nicht so recht klappen. Schon beim Zusammenlauten macht er Fehler, errät dann ganze Wörter. Ich kann einfach keine Fortschritte erkennen.
Ich antwortete:
Leider gibt es „die“ Leselernmethode, die in jedem Falle hilft nicht. Damit das Zusammenlauten gelingt, müssen auch die dafür verantwortlichen Sinneswahrnehmungen geschult werden. Das passiert nur durch ein gezieltes und ausreichendes Sinneswahrnehmungstraining. Auch die Schulung der Aufmerksamkeit, wie Sie wissen, ist entscheidend. Ist ein legasthenes Kind beim Lesen mit den Gedanken nicht anwesend, so kann es auch die Buchstaben und Worte nicht oder nur teilweise erkennen. Auch die Leseschablone ist nicht in jedem Falle eine Hilfe, dies wäre zu schön, um wahr zu sein. Leseansätze gibt es so viele, man muss bei manchen Kindern lange ausprobieren, doch schließlich habe ich noch keinen Fall erlebt, wo sich nicht früher oder später etwas getan hat, wenn man Gesagtes beachtet hat und natürlich unter der Voraussetzung, dass kognitive Probleme ausgeschlossen sind. Jede Methode bringt Vor- und Nachteile in bestimmten Fällen. Seien Sie aber geduldig und versuchen Sie auch kleine Fortschritte zu erkennen.

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Helfen diplomierte Legasthenietrainer auch Kindern mit Dyskalkulie?

Oktober 21st, 2005

Auch die gezielte pädagogisch-didaktische Hilfe bei einer Dyskalkulie ist ein Schwerpunkt des Fernstudiums zum diplomierten Legasthenietrainer. Dies wird auch im Diplom festgehalten. Diese Spezialisten helfen dyskalkulen Kindern bei gesicherten Erwerb der Zahlensymbole, erarbeiten den Zählprozess sowie Mengen und Grundrechenarten auf eine für Betroffene geeignete Weise. Die Arbeitsbereiche des diplomierten Legasthenietrainers sind weitläufig, so arbeitet er mit legasthenen Kindern und Jugendlichen, auch mit Kindern und Jugendlichen, die unter einer erworbenen LRS leiden, mit Kindern und Jugendlichen, die eine Dyskalkulie oder Rechenschwäche aufweisen, mit Vorschulkindern, welche differente Sinneswahrnehmungen haben und mit Erwachsenen, welche Lese-, Schreib- oder Rechenprobleme zeigen.

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Schnelle und praktische Hilfe ist notwendig

Oktober 13th, 2005

Der Erste Österreichische Dachverband Legasthenie setzt Schwerpunkte, den Betroffenen zu helfen. Wir jammern nicht und verbrauchen unsere Arbeitskraft auch nicht damit, die Arbeit von anderen Personen oder Organisationen, die sich der Thematik widmen, zu kritisieren.

Wir stellen gemeinnützig Informations- und Arbeitsmaterialien gratis zur Verfügung und sorgen mit unserer qualitativ hochwertigen Ausbildung dafür, dass Spezialisten den Betroffenen speziell auf der so wichtigen pädagogisch-didaktischen Ebene helfen. Wir vertreten auch den Standpunkt, dass man unbedingt die verschiedenen Interventionsebenen erkennen und auseinanderhalten sollte, damit der Betroffene die Hilfe bekommt, die er auch benötigt. Die Hilfe bei Schreib-, Lese- und/oder Rechenproblemen muss in jedem Fall zuerst auf pädagogisch-didaktischer Ebene erfolgen. Wir lehnen eine Pathologisierung der Problematik ab. Nicht jedes legasthene Kind benötigt die Intervention durch Psychologen, Ärzte, etc. Das Bundesministerium für Gesundheit und der Erste Österreichische Dachverband Legasthenie sind der Meinung, dass man Spezialisten, die auf pädagogisch-didaktischer Ebene mit Betroffenen arbeiten, auf keinen Fall als Therapeuten zu bezeichnen sind. Wir legen großen Wert darauf und gehen so konform mit der Ansicht des Bundesministeriums für Gesundheit, dass unsere Spezialisten, die Betroffenen helfen, das Schreiben und Lesen zu erlernen, nicht als Therapeuten bezeichnet werden sollten. Diese Bezeichnung wäre irreführend und verunsichernd für Eltern, Betroffene und Lehrer, etc. und sollte ausschließlich Gesundheitsberufen vorbehalten bleiben, die legasthenen Kindern helfen, die etwaige Sekundärproblematiken, die sie im physischen oder psychischen Bereich aufweisen, zu bewältigen. Denn zurecht fragen sich Laien, wenn ein legasthenes Kind von einem Angehörigen eines Gesundheitsberufes therapiert wird, ob das Kind nun doch krank ist. Tatsächlich benötigen nur ein geringer Prozentsatz von legasthenen/dyskalkulen Kindern eine zusätzliche Hilfe durch Angehörige von Gesundheitsberufen. Vorrangig bleibt immer die richtige Methode anzuwenden, damit ein Mensch das Schreiben, Lesen und Rechnen erlernt und das ist einzig und alleine die Aufgabe von Pädagogen.

Bundesministerium für Gesundheit und Frauen - Briefauszug

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